Archiv der Kategorie: 2008

Vom Reisestress erholen

Vom Reisestress erholen

Vom Reisestress erholenLeider haben wir Australien nun verlassen – hier war es einfach zu heiß! Ganz spontan und kurz entschlossen buchten wir am Donnerstag einen einwöchigen Trip auf eine Insel, knapp zweieinhalb Flugstunden nordwestlich von Darwin 😀
Heute früh um halb neun Ortszeit sind wir gelandet und haben den Nachmittag schon am Beach verbracht. Endlich normaler Urlaub… 😉 Morgen werden wir wohl nochmal einen Beachtag einlegen, bevor wir dann auch mal die Kultur und die Insel selbst kennenlernen wollen. Es gibt wohl einiges zu sehen hier! Aber der Strandurlaub soll auf keinen Fall zu kurz kommen. Wir sind in einem sehr gutem und sauberen Hotel untergekommen… naja und günstig ist es allemal hier. Für ein Menü im Restaurant bezahlen wir knapp 25.000… 😉 Mehr Fotos haben wir leider noch nicht geschossen. Bis bald!

Devil's Marbles

Durch’s Outback

Devil's MarblesDer Weg von Alice Springs in Richtung Norden war sehr sehr lang und monoton. An diesem Tag fuhren wir knapp 1.000 Kilometer und waren dennoch nicht am Ziel. Trotzdem sahen wir unmittelbar am Stuart Highway große Felsformationen – die Devil’s Marbles. Wie meine Eltern schon vor sechs Jahren, machten auch wir ein kleines Fotoshooting 😉 Der Felsbrocken war ganz schön schwer!

 

 

Den Zwischenstopp legten wir in Daly Waters ein – ein recht bekanntes und sehr gut besuchtes Pub im Outback. An der Theke und im Biergarten hängen zahlreiche Mitbringsel der Gäste. Von Aufnähern, BH’s, T-Shirts bis Autokennzeichen kann man alles finden. Auch ich habe extra eins mitgebracht, um es im Outback in einem Pub zu verewigen.

 

 

 

 

RegenbogenBuschbrand im Outback

Am nächsten Tag fuhren wir nur noch 270 Kilometer nach Katherine. Auf dem Weg dorthin sahen wir ein wunderschönes Naturschauspiel. Immerwieder konnte man am Himmel Regenbögen sehen. Einmal hat der große Bogen sogar fast komplett auf die Linse gepasst 🙂 Einige Kilometer weiter gab es auch einen kleinen Buschbrand zu sehen. Glücklicherweise schlugen wir in der letzten Nacht unser Lager nicht hier auf… Im übrigen ist die Brandgefahr hier im Norden derzeit auf „extreme“.

WallabyHeute Vormittag nach unserem Frühstück bekamen wir einen kurzen Besuch eines kleinen Wallabys. Neugierig schnupperte es um uns herum, bis es zwischen Frühstückstisch und Auto saß. Dieses war allerdings etwas scheu, nicht wie der Kollege auf Kangaroo Island. Streicheln lies es sich heute nicht. Bereits gestern Abend hüpften hier im Campground einige umher. Madlen wird ab sofort im Dunklen nur noch mit Taschenlampe und festem Schuhwerk zur Toilette laufen. Denn gestern Abend begegnete ihr eine kleine Schlange 😉

Uluru

Kata Tjuta Nationalpark

UluruKata Tjuta National Park – Nur wegen diesem Nationalpark nimmt man die weite Fahrt von über tausend Kilometern in Kauf. Denn hier befindet sich das wohl bekannteste Wahrzeichen Australiens, der Uluru. Mit 348m Höhe und ca. 3,5km Breite ist er ein wahrer Magnet für die Touris, zu denen wir natürlich auch zählen. Wir waren so frei und haben während des sunrise, tagsüber und beim sunset so einige Fotos geschossen. Dieses ist eines der Schönsten, was die Kamera einfangen konnte. Aus Respekt gegenüber den Aboriginies kletterten wir den Berg nicht hinauf. Davon abgesehen war der Zugang ehh gesperrt, weil der Wind oben stark wehte. Außerdem wird der Aufstieg auch bei Temperaturen über 36°C, Rettungseinsätzen (ja, manche stürzen auch hinunter und müssen dann schwerverletzt oder schlimmer geborgen werden!), niedriger Wolkendecke, Regen bzw. Sturm oder aus kulturellen Gründen der traditionellen Landbesitzer (den Aboriginies) gesperrt.

OlgasNicht nur der Uluru ist ein heißbegehrter Tourimagnet, sondern auch die Kata Tjuta. Dieses Massiv liegt ca. 30km westlich vom Uluru und lässt sich ebenfalls sehr gut bei Sonnenuntergang fotografieren. Leider hatten uns heute ein paar Wolken die Show gestohlen. Der eigentliche Höhepunkt waren nicht die Kata Tjuta, sondern vielmehr der Sonnenuntergang selbst. Die herrlichen Färbungen der Wolken von gelb-orange bis tiefrot waren einfach superschön anzusehen. Vor dem Naturschauspiel erkundeten wir den Walpa Gorge Walk. Dieser führt direkt zwischen zwei der 36 „Köpfe“ hinein. Es ist schon beeindruckend, wenn man um sich zwei 500m hohe rote Wände hat… natürlich gibts das auch in den Alpen, allerdings sind dort noch mehrere große Berge und keine Wüste.

SunsetStandesgemäß gab es heute auch wieder ein leckeres Barbie (BBQ). Zum ersten Mal hatten wir fast noch eine kleine zusätzliche Fleischbeilage. Denn etwa „Kleinefinger“ große Kakerlaken flitzten über den Grill… 🙁

Coober-Peddy

Hahndorf, Seppeltsfield und Coober Peddy

HahndorfHahndorf – ein kleines, von Deutschen gegründetes Örtchen, ca. 50km südostlich von Adelaide gelegen. Als wir mit sehr großem Hunger kurz vor 17 Uhr angekommen sind, waren nicht mehr all zu viele Geschäfte geöffnet. Aber wir sahen eine bayerische Flagge… Tatsächlich gibt es auch in Hahndorf ein Hofbräuhaus! Auf der Speisekarte haben wir ein all you can eat Dinner entdeckt. Es wurde ein rießiges Buffett aufgefahren, die Auswahl war enorm. Von Bratwürsten mit Sauerkraut, über Schweinebraten und Seafood war alles zu haben. Vorab gab es eine Kürbiscremesuppe und ein reichhaltiges Salatbuffett. Zum Schluss wurde noch Kuchen und Eis reingeschaufelt! Knapp drei Stunden speisten wir wie die Könige in Frankreich… 🙂

 

Seppeltsfield WineryAm nächsten Tag fuhren wir ins Barossa Valley. Man sagt, hier kommen die besten Weine Australiens her. Naja, auf jeden Fall die Ältesten kann man hier kaufen. In Seppeltsfield (im Übrigen 1851 auch von einem Deutschem gegründet) besuchten wir eine Führung des Weingutes. Mal (unser Guide) erklärte uns so einiges über die Herstellung und Lagerung des Weines. In einer fast privaten Tour (nur wir und ein anderes Pärchen) konnten wir viele Fragen stellen und anschließendd reichhaltig von jeder Sorte probieren 🙂 Ja, wir haben auch eine Flasche gekauft. Zuerst wollten wir einen fünf Liter Kanister des zweijährigen Tawny kaufen. Jedoch schmeckte der zehnjährige Tawny deutlich besser. Zwar etwas teurer, aber Madlen hat ja auch bald Geburtstag!


Coober-PeddyAuf dem Weg in den Outback stoppten wir in Port Augusta, um unseren Trinkwasservorrat noch etwas aufzustocken. Mit insgesamt 33 Litern machten wir uns auf nach
Coober Peddy. Die 540km schafften wir in knapp sechs Stunden, inkl. Tankstopp. Echt krass, man fährt und fährt und fährt… und man sieht nur Straße und ein paar Büsche. Coober Peddy hatte ich mir eigentlich etwas anders vorgestellt, aber es ist wirklich ein kleines Dörfchen, wo viele Aboriginies in kleinen Höhlen und selbstgebauten Hütten leben. Der eigentliche Anreiz hierher zu fahren, sind die Opale. Rund um den Ort sind riesige Flächen mit Minen, wo nach Opalen gesucht wird. Morgen wollen wir natürlich auch in ein Besucherbergwerk einfahren. Es soll auch eine Stelle für öffentliches Noodling (eigenhändige Opalsuche) geben, wo wir hoffentlich auch fündig werden 🙂

Kangaroo Island

Kangaroo Island

Kangaroo IslandKangaroo IslandNach der Tour auf der Great Ocean Road fuhren wir in zwei Tagen reichlich 800 km. Einen Tag lang regnete es durchgehend, sodass wir mit kurzem Zwischenstopp in den Grampians (einer der zahlreichen Nationalparks) fast ununterbrochen gefahren sind. Am Tag danach setzten wir die lange Fahrt fort und gelangten mit einer Fähre nach Kangaroo Island. Diese wunderschöne Insel ist (nach Tasmanien und Melville Island) die drittgrößte Australiens. Hier gibt es eine Vielfalt von Tieren, die weltweit einmalig ist. Von Scheu keine Spur… die Kangaroo’s hüpfen direkt an einem vorbei und lassen sich sogar kurz streicheln, ehe sie ihren Weg fortsetzen. Später suchten wir noch einmal die Visitor Information auf (bis 17 Uhr geöffnet). Leider war diese schon geschlossen, obwohl unsere Uhr erst 16:30 Uhr zeigte. Weit und breit kein Mensch mehr zu sehen. Warum das denn?? Unglücklicherweise hatten wir die Umstellung auf australische Sommerzeit letzte Nacht verpasst, nur die Umstellung zwischen den beiden Staaten Victoria und South Australia um 30 Minuten zur Kenntnis genommen. Nun reichte unser Benzin im Tank nicht mehr, um von Flinders Chase National Park wegzufahren. Die auf der Karte eingezeichnete Tankstelle hatten wir bis dahin noch nicht gefunden. Also schlugen wir unser Lager kurzer Hand auf dem Parkplatz auf, es war ja ehh keiner mehr da 😉 Außerdem haben wir heute auch Seehunde aus nächster Nähe beim Faulenzen, eine ca. 5cm große, behaarte Spinne und unseren ersten Echidna (eine Art Igel) beobachten können.