Archiv der Kategorie: 2014

Aloha Hawaii

Nachdem wir 5 tolle Wochen in Neuseeland verbrachten, waren wir besonders auf Hawaii gespannt. Am Flughafen von Christchurch angekommen, flogen wir per Inlandsflug mit 1 Stunde Verspätung nach Auckland. Dort hatten wir noch einiges zu erledigen, denn ein Päckchen mit Sonnenbrillen und unsere Trauringe mussten abgeholt werden. Mit Blick auf den Bildschirm wurde uns sehr mulmig, denn unser Anschlussflug nach Hawaii wurde 1 Stunde vorverlegt und der Check-In war bereits geschlossen. Aus ca. 3 Stunden Aufenthalt wurden plötzlich nur noch 30 min. Zum Glück fand sich noch eine nette Stewardess,  welche unser Gepäck aufgab und uns persönlich zum Gate brachte. Da Michael erst wegen dem Päckchen und dann wegen der Ringe mehrmals außer Sicht war, musste ich die Stewardess öfters beruhigen. 5 min vor Abflug schafften wir es tatsächlich zum Gate und hatten alles erledigt! Von Neuseeland aus gesehen liegt Hawaii 22 Stunden zurück,  sodass wir Donnerstag losflogen und Mittwoch ankamen 😉

Nun verbrachten wir 1 Woche in einem Appartement, wo wir uns ein Zimmer bei Privatleuten angemietet hatten. Unsere neue Unterkunft war in direkter Nähe des bekannten Waikiki Beaches gelegen. Per Citybus erreichten wir u.a. Honolulu Downtown, einige traumhafte Strände sowie Pearl Habour. Natürlich mussten auch noch Hochzeitsvorbereitungen,  wie das Besorgen einer Hochzeitslizenz oder hübschen Kleidern, getroffen werden. Einen Tag vor der Hochzeit checkten wir für 3 Nächte in einem tollen Hotel im 16. Stockwerk mit Meerblick ein und genossen die nette Aussicht auf den Waikiki Beach sowie unseren Ehrentag.

Am 14.6. ging es weiter auf Big Island – die größte Insel Hawaii’s. Hier mieteten wir uns einen Minivan, in dem genügend Platz für eine Luftmatratze und unser Gepäck vorhanden war. Von Kona aus starteten wir unsere Rundreise mit dem Auto. In Hawaii gibt es wirklich tolle Sehenswürdigkeiten zu bestaunen. Von ca. 70 wilden Delphinen, riesigen Schildkröten am schwarzen Sandstrand oder beim Schnorcheln, hohen Palmen, Kaffee- und Macadamiafarmen bis hin zu noch aktiven Vulkanen. Mit viel Glück kann sogar glühende Lava gesehen werden. Leider ist dies momentan nicht der Fall, da der letzte Ausbruch etwa 10 Jahre zurückliegt. Jedoch ist es möglich per Helikopter in einen aktiven Vulkan mit Lava von oben zu betrachten. Außerdem sieht man überall das abgekühlte Lavagestein, welches seinen Weg in damals noch glühendem Zustand über Straßen fand. Diese können deshalb nun nicht mehr mit dem Auto überquert werden. Am Ende unserer Hawaiireise entschloss sich Michael den Mauna Kea-den mit 4200 m höchsten Berg Hawaii’s- zu erklimmen. Der Startpunkt der Wanderung lag bei 2800 m, somit mussten die restlichen 1400 Höhenmeter zu Fuß überwunden werden. Der Aufstieg dauerte 4,5 Stunden, der Rückweg nur 2,5 Stunden. Insgesamt wanderte Michael 24 km!

Nach 3 Wochen auf Hawaii können wir sagen, dass diese weit abgelegene Inselgruppe wirklich eine Reise wert ist! Weitere tolle Eindrücke von Oahu Island und Hawaiian Big Island sind im Fotoalbum hinterlegt.

Reise durch Neuseelands Süden

Atemberaubender kann eine neue Woche kaum beginnen. In Motueka packte es mich und ich beschloss für Montag einen Skydive zu reservieren. Bei bestem sonnigen Wetter fuhren wir ganz entspannt zum Aerodrome, wo die Flieger starteten. Es war wirklich ein besonderes Erlebnis und ein adrenalinreicher Kick, den man sich nicht vorstellen kann! Letztendlich war die Überwindung, im Vergleich zum Bungijump vor 5 Jahren, bei weitem nicht so groß. Denn am Instructor festgebunden, hatte man sowieso keine andere Wahl 😉 Für mich waren es 8.000 ft freier Fall, ehe bei 5.000 ft der Fallschirm geöffnet wurde und wir mit herrlicher Aussicht über den Abel Tasman Nationalpark Richtung Erde gleiteten.

Am darauf folgenden Tag besuchten wir den Abel Tasman NP. Es gibt zahlreiche Wanderpfade mit Längen bis zu einigen Tagen. Für uns reichte da ein verhältnismäßig kleiner Walk von zwei Stunden locker aus. Anschließend fuhren wir Richtung Westküste der Südinsel weiter. Von Westport über Greymouth und Hokitika waren unsere Ziele Franz Josef Glacier sowie Fox Glacier. Unterwegs sahen wir von der Natur geschaffene Pancake Rocks in Punakaiki, bestaunende Küstenlandschaften und Seerobben. Außerdem mussten wir in Harihari, einer kleinen Gemeinde mit wenigen Seelen, unseren Campervan per Starthilfe starten lassen. Ursache für den Ausfall der Batterie war wohl unser Tablet, was über Nacht am Zigarettenanzünder geladen wurde 😉

Den Franz Josef Gletscher sahen wir noch aus nächster Nähe, ehe eine wohl nicht endende Regenfront aufkam. Denn am nächsten Morgen regnete es immer noch ununterbrochen. Mittlerweile wurden auch die Straßen über Pässe aufgrund von Erdrutschen gesperrt. Wir entschieden uns sehr schnell wieder Richtung Norden zu fahren, um auf die andere Seite der Alpen zu gelangen. Auch wenn dies einen Umweg von knapp 1.000 Kilometern nach sich zog, war es wohl die richtige Entscheidung. Zumindest konnten wir drei Tage später bei strahlendem Sonnenschein den Lake Tekapo und den Aoraki Nationalpark besuchen. Hier befindet sich auch der Mt Cook, mit 3.755m ist es der höchste Berg Neuseelands. Zudem gibt es noch 26 weitere Spitzen, die höher als 3.050m sind!

Am nächsten Tag nutzten wir das gute Wetter und fuhren früh am Morgen über den Lindispass nach Queenstown. Die im südwesten gelegene Stadt (10.000 Einwohner) ist von einem herrlichen Bergpanorama und dem Lake Wakatipu umgeben. Es gibt keine Freizeitaktivität, der man hier nicht nachgehen kann. Ein wirklich nettes Örtchen, um zu leben. Wir entschieden uns für den einstündigen Aufstieg zum „Skyview“ und wurden mit sensationellen Ausblicken über die schneebedeckten Berge sowie dem Ort am See belohnt. Da es in der Nacht bei Minustemperaturen recht frisch war, gönnten wir uns eine powered site im Caravanpark und freuten uns, unseren Heizlüfter wenigstens einmal zu benutzen 🙂

Am Tag darauf wurden wir angesprochen, für ein Fotoshooting in einer Weinbar zu posen. Dankend nahmen wir diese Einladung an. Neben dem eigentlichen Fotoshooting für einen neuen Flyer, probierten wir selbstverständlich zahlreiche Weine und bekamen leckere Käseplatten serviert. Zudem überzeugte ich den Gastgeber, uns einmal einen winzigen Schluck eines Penfolds Grange 2009 einzuschenken. Ein wirkliches Highlight, denn beim Flaschenpreis von NZD 1.044 hatten wir ein Schnäppchen geschlagen 😀

Anschließend fuhren wir nach Invercargill und Bluff – hier gibt es die wohl besten Austern. Danach ging es zum Curio Bay, wo wir gleich bei Sonnenaufgang ein weiteres Highlight unserer gesamten Reise genossen. An diesem kleinen Küstenabschnitt sind die seltenen gelbäugigen Pinguine beheimatet. Es war ein Schauspiel wie im Morgengrauen die kleinen, etwa 40 cm großen Vögel, aus dem Busch herauskamen und zum Wasser liefen. Natürlich sind einige tolle Foto- und Videoaufnahmen entstanden. Im weiteren Tagesverlauf nahmen wir unser Reisetempo wieder etwas heraus und relaxten bei tollem Ausblick auf das Meer ein paar Stunden.

Weitere tolle Eindrücke sind im Fotoalbum hinterlegt.

Mutter Natur ist der Boss


Gestern besuchten wir die letzten „Eisklumpen“ des Franz Josef Gletschers auf der Südinsel an der Westküste. Die beeindruckende Eisfront soll nach Angaben leider täglich um über einen Meter zurück gehen. Unvorstellbar, aber war! Anschließend wollten wir noch zum Fox Glacier fahren, doch es begann zu regnen. Es regnete die ganze Nacht teils stark weiter. Bisher hat es noch nicht aufgehört zu regnen und die Prognose für die nächsten beiden Tage ist „Regen“. Schon heute wurde die Straße über den Haast Pass aufgrund von Erdrutschen gesperrt.

Da die nächsten Tage nicht besser werden, beschlossen wir gleich wieder Richtung Norden zu fahren, um über einen anderen Pass auf die Ostseite des Bergmassivs zu gelangen. Leider erfuhren wir hier in Hokitika, dass auch der Arthur Pass wegen eines großen Erdrutsches schon gesperrt wurde. Nun müssen wir noch etwas weiter fahren und auf den nächsten Pass hoffen. Der gesamte Umweg bis Queenstown beträgt etwa 1000 Kilometer! Da es ganz im Süden noch bis Ende kommender Woche regnen soll, werden wir unsere Reiseroute wohl nochmal ändern müssen.

Nebenbei sei noch erwähnt, dass wir diese Woche vom Road Assistance Service Starthilfe benötigten. Ursache war unser Tablet, was wir über Nacht an der 12V Buchse geladen hatten. Der Akku des Tablets war voll, hingegen war die Batterie des Autos lahmgelegt 🙂

Atemberaubendes Skydiving

Sky divingWow… was für ein adrenalinreicher Start in die neue Woche. Mein erster Sprung aus einem Flugzeug! Nicht weniger als 13.000 ft (knapp 4.000 m) sollten es sein. Die Idee einmal aus einem Flugzeug zu springen, ist mir schon eine Weile im Kopf gewesen. Neuseeland ist wirklich ein toller Ort, um faszinierende Outdoor-Aktivitäten zu starten. Die Frage war nur wann und wo. Ursprünglich wollte ich schon im Norden bei Bay of Islands springen, leider regnete es an diesem Tag. Als neuer Favorit galt Queenstown, ehe wir gestern in Motueka nahe dem Abel Tasman Nationalpark angekommen sind. Kurzentschlossen buchte ich den Sprung noch am Vorabend.

Sky divingAm Vormittag war es heute bei etwa 15°C sonnig mit einer herrlichen Aussicht. Vom Flugzeug konnte man traumhafte Blicke über die Weinreben, goldene Strände und den Abel Tasman NP erhaschen. Mit mir sprangen noch zwei andere Verrückte, ich war der letzte Springer. So konnte ich mir genau anschauen, wie man sich verhält. Dann ging alles ganz schnell. Die Beine bei -3°C aus der Tür hängen lassen, während man noch sitzt und an den Instructor festgeschnallt ist. Anschließend wippte er 3 mal vor und zurück und wir sprangen aus dem Flugzeug. Mit dem Bauch voran, die Augen auf die Erde gerichtet, beschleunigten wir rasend auf etwa 200km/h! Angst oder irgendwelche anderen Gefühle hatte ich nicht. Aus der Absprunghöhe von knapp 4.000 m dauerte der freie Fall etwa 45 Sekunden, ehe der Fallschirm gezogen wurde. Die Geschwindigkeit, mit der man auf die Erde zu rast, ist einfach unbeschreiblich! Einfach ein Muss für jeden Outdoor-Fanatiker.