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Spinne in Regenwald

Cape Tribulation

Nach zwei Wochen harter Arbeit und einer fast endlosen Fahrt (2500 Kilometer in drei Tagen) zur Ostküste, sind wir nun am Cape Tribulation angekommen. Hier grenzt der tropische Regenwald direkt an das blauschimmernde Meer. Es gibt eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten, die man sonst nirgendwo auf der Welt finden kann. Leider haben wir den zweitgrößten Vogel Australiens und den drittgrößten der Welt, den Kasuar, nicht sehen können. Die Kasuare sind mittlerweile eine vom Aussterben bedrohte Tierart. Die Vögel sind etwas größer als der Emu.

Im Daintree Nationalpark sind wir auch nochmal einen Crocodile Cruise mitgefahren. Leider konnten wir nur ein einziges Croc unterwasser entdecken. Naja man hat es nicht wirklich gut sehen können… Der Bootsfahrer war eher an einer Speedbootfahrt, als an einem River Cruise interessiert! Anyway, die Yellow Water Cruise Tour im Kakadu war zwar 4x teurer, aber mindestens 100x besser!

Spinne in RegenwaldDa wir ja nun über ein kleines Vermögen verfügen 😉 buchten wir für den nächsten Abend eine Night Rainforest guided Tour. Von abends acht Uhr liefen wir für reichlich zwei Stunden mit einem Guide durch den Regenwald. Jeder war mit einer Maglight ausgestattet. Der Typ hatte wirklich sehr gute Augen. Wir mußten zwei oder dreimal schauen, ehe wir die Tiere sahen. Von verschiedenen Froscharten, Motten, Echsen, Leguanen, Spinnen bis hin zu einer zwei Meter langen Python war alles dabei. Sogar drei Zentimeter lange Blutekel klebten an unseren Socken und saugten unser Blut! Die Tour war echt genial, nur zu empfehlen! Zu unserem Glück waren wir die einzigen beiden Teilnehmer bei der Abendtour. Gewöhnlich sind fünf bis maximal zehn Teilnehmer dabei. Wir nutzten die Gelegenheit und konnten mit dem Guide recht viel erzählen. Dabei erfuhren wir auch, dass einer der bekanntesten Australier ganz in der Nähe des Cape Trib gestorben ist. Jeder weiß ja, dass Steve Irwin vor zwei Jahren von einem giftigen Stachelrochen mitten ins Herz gestochen wurde. Demnächst werden wir auch den bekannten Australia Zoo, Steve’s Heimat, besuchen.

Aussicht auf den four mile beach in Port DouglasAchtung Box JellyfishAm nächsten Tag fuhren wir weiter in Richtung Süden nach Port Douglas. Ein kleines modernes Städtchen mit einem fantastischen Lookout auf den Four Mile Beach. So toll das ganze auch aussieht, ist es nicht wirklich, denn von November bis Mai wird nicht empfohlen zum Baden ins Wasser zu gehen. Denn in dieser Zeit ist der sehr giftige Box Jellyfish (Würfelqualle) an der Küste zu finden. In Austrailien sterben mehr Leute wegen dieser Qualle, als an Crocs, Spinnen oder Anderem. Die Qualle ist beinahe transparent und nur ca. zwei Zentimeter groß mit zwei bis drei Meter langen Tentakeln. Jedoch sind an einigen Stränden Sicherheitsnetze gegen die Quallen aufgebaut und man kann auf ein paar Quadratmetern schwimmen gehen.