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Zeitraffer, MTB-Bergtouren und sonstige Urlaubsunternehmungen

Nein, diesmal trat ich während meines Urlaubs keine weite Reise an. Stattdessen genoss ich die Zeit im schönen Bayern und in München. Auf der To-Do-Liste für die Urlaubstage standen vor allem Entspannung, ein paar lauffreie Tage, möglichst viel MTB fahren und ein paar Fotoshootings ausgewählter Orte.

Gleich am ersten Tag ging es Richtung Süden ins Alpenland. Nach dem anstrengenden Aufstieg – zumindest für Madlen – zum Hochkopf (1299m), genossen wir die Aussicht und Ruhe. Hinunter ließen wir es uns nicht nehmen, den einen oder anderen Trail zu befahren. Nach der vierstündigen Radltour hatten wir uns eine kühle Erfrischung im Walchensee verdient.

Die darauffolgenden Tage waren viel zu schnell vorbei, ohne etwas unternommen zu haben. Deswegen fuhr ich am Tag darauf mit dem Rennrad zum Flughafen, wo folgendes Zeitraffer entstand. Die Fotos wurden im Abstand von 45 Sekunden in einem Zeitfenster von 3,5 Stunden aufgenommen. Für eine der ersten Übungen ein überzeugendes Ergebnis.

Während der zweiten Urlaubswoche zog es mich noch einmal gen Süden. Diesmal zum Tegernsee. Von Bad Wiessee startete ich mit dem MTB Richtung Aueralm. Die bei zahlreichen Wanderern beliebte Alm liegt auf 1270m. Von dort geht es noch weiter hoch zum Fockenstein (1564m). Selbstverständlich fuhr ich noch weiter, denn die Dichte der Wanderer nahm drastisch ab. Um genau zu sein, konnte man diese nun an einer Hand abzählen.

Außerdem wollte ich unbedingt ein weiteres Zeitraffer erstellen. Diesmal hatte ich mir das Treiben am Hauptbahnhof herausgesucht. Der Blick von der Hackerbrücke zeigt ein tolles Panorama über das gesamte Gleisbett am Hauptbahnhof. Auch ist die hochfrequentierte S-Bahnhaltestelle mit im Bild.

X-Games München BMX Big Air

X-Games OlympiaparkDie X Games waren während Ihrer Welttour 2013 erstmals in Deutschland zu Gast, natürlich im Münchner Olympiapark. Die Veranstaltung ist die weltweit Größte und Wichtigste im Action Sport Bereich. Die Athleten messen sich mit Skateboard, BMX, Moto X und Rally Car. Außerdem ist erstmalig die Disziplin Mountain Bike Slopestyle mit am Start. Selbstverständlich wollten wir uns dieses Spektakel nicht entgehen lassen. Gerade noch rechtzeitig konnten wir ein paar der heißbegehrten Tickets für das BMX Event auf der Big Air Ramp ergattern. Der Olympiapark in München bot hierfür eine unglaubliche Kulisse, denn die Rampe wurde mitten im Olympiasee aufgebaut. Der Startpunkt der Athleten war in 26 Meter Höhe, über einen der drei verschiedenen Kicker ging es dann per Jump und zahlreichen Tricks direkt auf die nächste Rampe, die in einer 8 Meter hohen Quarterpipe endete.

X-Games BMX Big AirFür uns Newbies war dies natürlich ein ganz schönes Spektakel. Gerade auch, weil die vielen Begriffe wie double oder triple backflip, flair whip and catch sowie tail- and frontflip ganz schön aufregend klangen. Hier im Bild sieht man, mit welchen atemberauschenden Stunts die Athleten das Event gerockt haben. Insgesamt sind acht Sportler im Best-of-Four Modus angetreten. Leider gab es gleich in der ersten Runde einen schwereren Sturz. Unglücklicherweise konnte der Fahrer nicht mehr antreten, stattdessen ging es mit dem Krankenwagen weiter. Anschließend gab es noch ein paar Stürze bei den Landungen vom Kicker, wo sich zum Glück kein weiterer Athlet verletzte.

X-Games Big AirEs hat sich auf jeden Fall gelohnt, bei diesem mal etwas anderem Sportevent als Fußball, Ski oder MTB fahren, dabei gewesen zu sein. Zu unserer Zufriedenheit verzogen sich die Wolken im Laufe des Tages, so dass fast schon Kaiserwetter zur Veranstaltung aufgezogen war. Dies störte die etwa 5.000 Zuschauer keinesfalls.

 

Anschließend ging es noch zum Sommer-Tollwood, was ebenfalls gerade stattfindet. Jedes Jahr die gleichen Stände. Schmuck, Tücher, Kerzen, Massageöle, Buddha’s, nachgemachte Digeridoo’s und natürlich zahlreiche Fressbuden, wo es fast überall 100% Bio gibt (zumindest laut Aufschrift). Aber jedes Jahr gibt es logischerweise auch einen leckeren Baumstriezn 🙂

 

StrongmanRun auf dem Nürburgring

Direkt eine Woche nach dem Marathon in Düsseldorf stand auch schon das nächste Event an. Der StrongmanRun – der als stärkster Hindernislauf aller Zeiten beworbene Lauf auf dem Nürburgring in der grünen Hölle. Ganz im Zeichen des Spass und des olympischen Gedanken „dabei sein ist alles“ fuhr ich in die Eifel. Schon seit einiger Zeit hatte ich mich für dieses Event angemeldet. Am Ende eben unglücklicherweise eine Woche nach dem Marathon. Aber egal, dabei sein ist alles. Nur der Wettergott hatte es mit den 12.000 Teilnehmern nicht ganz so gut gemeint. Am Morgen des 5. Mai zogen heftige Schauer durch die Eifel. Der Start sollte 12 Uhr erfolgen. Nicht aufgrund des strömenden Regens wurde der Start um 30 Minuten nach hinten verschoben, sondern wegen des starken Nebels. Einige Hindernisse waren wohl zu diesem Zeitpunkt nicht ausreichend einsehbar – Sicherheit geht eben vor! Sicher kann sich jeder vorstellen, wie laut es ist, wenn 12.000 Leute im Regen an der Startlinie stehen und einfach nur Buuuuuh rufen. Schnell waren aber alle wieder happy. Dennoch war mir kalt, ich zitterte am ganzen Körper – unvorstellbar diese Situation unmittelbar vor einem Start.

Der Start erfolgte direkt auf der Rennstrecke an der Startlinie. Die ersten zwei bis drei Kilometer wurde auf dem Asphalt der Strecke gelaufen, ehe es dann über Stock und Stein sowie den ersten Hindernissen ging. Das Feld zog sich auseinander, dennoch liefen tausende Leute wie wild durch Kiesbett und Matsch, sprangen durch Wassergräben, kletterten über drei meterhohe Strohballen und schwammen durch einen eiskalten Wasserpool! Einfach unglaublich! Der Regen störte nicht weiter, ich nahm diesen schon gar nicht mehr wahr, da es vollkommen egal war, ob man von oben nass wurde oder vom Überwinden einiger Hindernisse. Nach der ersten Runde lief man auch schon auf die letzten Starter des riesigen Feldes auf. Da mir eine Runde gereicht hätte und ich ehh keine Kraft mehr hatte, hieß es nun Spass haben und genießen.

Nach 2:03:59 h lief ich als 88. von 12.000 Startern ins Ziel ein und war mal so richtig unterkühlt. Die Streckenlänge betrug etwa 20 Kilometer.

Weitere Foto’s zum stärksten Lauf aller Zeiten gibt’s hier.

Düsseldorf Marathon – 2:45:31h

28. April 2012 um 10:20 Uhr Abflug nach Düsseldorf. Nach einer langen Vorbereitung ist es wieder soweit – es ist wieder Marathon-Zeit. In der langen Vorbereitungsphase (seit November 2011) lag der Fokus zunächst voll und ganz auf den Grundlagen. Erhöhung des Grundlagenausdauertempo von etwa 4:30 min/km auf 4:10 min/km und schneller sollte das Ziel sein. Daran arbeitete ich eifrig Tag für Tag und Woche für Woche, bis ich nach drei Monaten genug davon hatte. Ende Januar begann ich mit den ersten Tempoläufen. Aufgrund der winterlichen Bedingungen zog ich mir gleich eine leichte Muskelveretzung zu, ehe ich Ende Februar für zwei Wochen die Laufschuhe ganz im Schrank lassen musste. Eine Sehnenentzündung war der Auslöser für die kurze Zwangspause. Mit Schwimmen und Aquajogging versuchte ich mich einigermaßen fit zu halten. Im März dann endlich ein paar Tempoeinheiten. Die Höhepunkte der Vorbereitung waren dann ein 10 km WK in Lengenfeld (35:03 min) sowie die DM im Halbmarathon in Griesheim (1:16:55 min).

Zwei Wochen nach dem Halbmarathon war es dann auch schon soweit. Mit nicht ganz optimaler Vorbereitung, aber mit gutem Gefühl stand ich am Sonntag 9 Uhr zusammen mit meinem Vereins- und Trainingskollegen Jan Müller (2:28:10 h !!!) am Start. Es ging gleich von Beginn an bestens los. Das Tempo passte auf die Sekunde nach Plan (3:48 min/km). Es dauerte etwa drei Kilometer, bis sich das Feld zu kleinen Gruppen sortierte. Bei Kilometer 10 ging es in 37:40 min durch. Alles nach Plan, sogar mit ein paar Sekunden Puffer. Es lief Kilometer für Kilometer sehr gut. Voll im Schritt ging es bei der Halbmarathon-Marke in 1:19:53 h durch. Weiter bis Kilometer 30 (1:53:44 h) alles in Ordnung, aber nun merkt man, dass man schon einige Kilometer gelaufen ist. Bis Kilometer 33 lief ich konstant im geplanten Tempo. Nun wurde es jedoch schwieriger. Ich beschloss das Tempo etwas herauszunehmen, um möglichst gut durchzukommen. Jetzt wurde es immer härter und ich konnte meinen Schritt nicht mehr richtig kontrollieren. Die fehlenden Tempodauerläufe schlagen nun voll ein. Aber es ging weiter, immer weiter. Nun Kilometer 39, dann 40, das Ziel kommt immer näher – nun hieß es Augen zu und durch! Meine Wunschzielzeit war schon in weite Ferne gerückt, aber wenigstens 2:45 h sind immer noch erreichbar. Auf dem letzten Kilometer konnte ich nochmal 15 Sekunden zulegen. Am Ende erlief ich eine neue persönliche Bestzeit, die gefühlt schon lange überfällig war – nach 2:45:31 h blieb die Uhr für mich stehen!

Die Stimmung zum Lauf in Düsseldorf war etwas gedrückt, aber Dank der neuen Bestzeit konnte ich am Ende auf jeden Fall zufrieden sein! Denn 2:45 h muss man auch erst einmal laufen! Nun heißt es ordentlich regenerieren, um dann eine Serie von Tempoläufen aufzubauen. Das nächste Marathon Event habe ich schon vor Augen, vermutlich wird es zum dritten Mal ein Heimspiel werden.

Leipzig Marathon

Leipzig Marathon

Leipzig MarathonBei sonnigem Wetter fiel 10 Uhr der Startschuss zum Leipzig Marathon. Es sollte mein dritter Marathon werden. Leider sollte es nicht so sein. Gesundheitsbedingt musste ich bei km 19 aussteigen. Bis km 17 lag ich in 1:05:30 h voll im Zeitplan – die 10 km passierte ich bei 38:57 min. Natürlich bin ich über den Verlauf etwas enttäuscht. Denn eine Platzierung unter den ersten 5 wäre durchaus denkbar gewesen. Aber ich nehme den Lauf nun als tolle 17 km Trainigseinheit mit und trainiere einfach noch ein paar Tage weiter und laufe in etwa 3 Wochen meinen richtigen dritten Marathon!