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Düsseldorf Marathon – 2:45:31h

28. April 2012 um 10:20 Uhr Abflug nach Düsseldorf. Nach einer langen Vorbereitung ist es wieder soweit – es ist wieder Marathon-Zeit. In der langen Vorbereitungsphase (seit November 2011) lag der Fokus zunächst voll und ganz auf den Grundlagen. Erhöhung des Grundlagenausdauertempo von etwa 4:30 min/km auf 4:10 min/km und schneller sollte das Ziel sein. Daran arbeitete ich eifrig Tag für Tag und Woche für Woche, bis ich nach drei Monaten genug davon hatte. Ende Januar begann ich mit den ersten Tempoläufen. Aufgrund der winterlichen Bedingungen zog ich mir gleich eine leichte Muskelveretzung zu, ehe ich Ende Februar für zwei Wochen die Laufschuhe ganz im Schrank lassen musste. Eine Sehnenentzündung war der Auslöser für die kurze Zwangspause. Mit Schwimmen und Aquajogging versuchte ich mich einigermaßen fit zu halten. Im März dann endlich ein paar Tempoeinheiten. Die Höhepunkte der Vorbereitung waren dann ein 10 km WK in Lengenfeld (35:03 min) sowie die DM im Halbmarathon in Griesheim (1:16:55 min).

Zwei Wochen nach dem Halbmarathon war es dann auch schon soweit. Mit nicht ganz optimaler Vorbereitung, aber mit gutem Gefühl stand ich am Sonntag 9 Uhr zusammen mit meinem Vereins- und Trainingskollegen Jan Müller (2:28:10 h !!!) am Start. Es ging gleich von Beginn an bestens los. Das Tempo passte auf die Sekunde nach Plan (3:48 min/km). Es dauerte etwa drei Kilometer, bis sich das Feld zu kleinen Gruppen sortierte. Bei Kilometer 10 ging es in 37:40 min durch. Alles nach Plan, sogar mit ein paar Sekunden Puffer. Es lief Kilometer für Kilometer sehr gut. Voll im Schritt ging es bei der Halbmarathon-Marke in 1:19:53 h durch. Weiter bis Kilometer 30 (1:53:44 h) alles in Ordnung, aber nun merkt man, dass man schon einige Kilometer gelaufen ist. Bis Kilometer 33 lief ich konstant im geplanten Tempo. Nun wurde es jedoch schwieriger. Ich beschloss das Tempo etwas herauszunehmen, um möglichst gut durchzukommen. Jetzt wurde es immer härter und ich konnte meinen Schritt nicht mehr richtig kontrollieren. Die fehlenden Tempodauerläufe schlagen nun voll ein. Aber es ging weiter, immer weiter. Nun Kilometer 39, dann 40, das Ziel kommt immer näher – nun hieß es Augen zu und durch! Meine Wunschzielzeit war schon in weite Ferne gerückt, aber wenigstens 2:45 h sind immer noch erreichbar. Auf dem letzten Kilometer konnte ich nochmal 15 Sekunden zulegen. Am Ende erlief ich eine neue persönliche Bestzeit, die gefühlt schon lange überfällig war – nach 2:45:31 h blieb die Uhr für mich stehen!

Die Stimmung zum Lauf in Düsseldorf war etwas gedrückt, aber Dank der neuen Bestzeit konnte ich am Ende auf jeden Fall zufrieden sein! Denn 2:45 h muss man auch erst einmal laufen! Nun heißt es ordentlich regenerieren, um dann eine Serie von Tempoläufen aufzubauen. Das nächste Marathon Event habe ich schon vor Augen, vermutlich wird es zum dritten Mal ein Heimspiel werden.

Hamburg Marathon – 3:11:25h

Bereits am Freitag reisten wir nach Hamburg, diesmal ging es per Flugzeug zum Wettkampf. Was für ein großartiges Gefühl. Die Stimmung war super, das Wetter fast perfekt, insgesamt ein sehr gutes Gefühl. Endlich Laufen – mehrere Wochen und Monate trainierte ich nur für diesen einen Moment. Nun ja, ein Moment, der 42,195 Kilometer lang ist. Am Samstag holte ich die Startunterlagen auf dem Heiligengeistfeld ab und traf mich mit einigen Läufern vom #twitterlaufftreff. Ganz entspannt unterhielten wir uns diesmal face to face. Gewöhnlich „spricht“ man ja nur per Twitter miteinander. Nun nochmal die Beine hochlegen und entspannen!

Am Sonntag um 9 Uhr war Start. Das heißt 8 Uhr vor Ort, 7:15 Uhr Abfahrt und spätestens 6:30 Uhr aufstehen. Am morgen ist es schon sehr sonnig und 8 Uhr sind bereits 17° Celsius. Puhh das wird nicht nur warm werden, sondern auch heiß! Heiß bin ich auch. Etwas Einlaufen, Dehnen und ein paar Antritte, dann geht es auf in den Startblock. Noch keine zwei Minuten im Block, geht es auch schon los. Wie immer sprinten die Freizeitläufer der Elite hinterher. Ich versucht mich weitestgehend  heraus zuhalten. Nunja, der erste Kilometer war mit 3:35min dennoch ein paar Sekunden zu schnell. Ich lief locker weiter und bremste noch etwas, bis ich das Tempo 3:50 bis 3:55 einpendelte. Ich spürte förmlich die Energie in mir und muss mich immer wieder bremsen. Besser 3-4 Sekunden langsamer laufen als eine gut gefühlte 3:47!

Bei km 8 fanden sich endlich kleine Gruppen zusammen, di ein gleichmäßiges Tempo liefen. Ich war in einer Fünfergruppe mit dabei. Hinunter zum Hafen peitschten und die Zuschauer nach vorn, wir lagen sehr gut in der Zeit, beinahe noch immer etwas zu schnell. Die Stimmung an der Strecke ist fantastisch, überall Zuschauer, soweit das Auge reicht. Aber nun wieder konzentrieren und auf die Strecke achten. Vor allem alle 2,5km an die Verpflegungsstelle und Wasser trinken. Denn es war nun schon 10 Uhr und es wurde immer wärmer. Dennoch lief es sehr gut. Kilometer für Kilometer ein gleichmäßiges Tempo. Bald kommt die Hälfte der Strecke – hier liefen wir in 1:21:43h über die Zeitmessung. Der Weg zur sub 2:45h ist erreichbar, wird aber sicher deutlich mehr Kraft kosten als die erste Hälfte. Nicht nur, weil die letzten drei Kilometer schon viel anstrengender waren. Sondern auch weil es mittlerweile etwa 25° Celsius heiß war. Schon nach nur zwei weiteren Kilometern musste ich leider den Gang herausnehmen. Die Hitze machte mir plötzlich richtig zu schaffen und somit einen Strich durch die Rechnung!

Erfahrung und Gefühl machten mir klar deutlich, dass das Ziel heute nicht erreicht werden kann. Zumindest nicht in der angestrebten Zeit. Also nahm ich den Gang weiter raus und genoss so weit ich konnte die tolle Atmosphäre an der Strecke. Ich brauchte noch 5-7 Kilometer, um mich wieder zu erholen. Irgendwann waren es 35 Kilometer, 38 Kilometer und das Ziel kam endlich immer näher. Bei km 40 musste ich sogar nochmal ganz anhalten und meine Beine dehnen, um einen kleinen Krampf zu vermeiden! So etwas hatte ich bisher noch nicht gespürt. völlige Leere und Erschöpfung!

Am Ende blieb die Uhr nach 3:11:25 h stehen und ich lief als 567. ins Ziel. Der Großteil der Läufer kam wegen den hohen Temperaturen auch erst viel später als erwartet in Ziel. Der Sieger (2:11h) meinte recht locker „Schade, dass es so heiß war, ich wäre gerne noch 1-2 Minuten schneller gelaufen“.

Am Montag flogen wir mit dem neuen Ziel im Kopf wieder zurück nach München. Aber nun erst einmal entspannen und ausruhen!

Weitere Fotos vom Hamburg Marathon

 

Salzburg Marathon

Salzburg Marathon – 3:07:29 h

Salzburg Marathon6:15 Uhr – von Sonnenschein oder leichter Bewölkung keine Spur. Noch leichter Nebel, stark bewölkter Himmel und Regen – Guten Morgen!

Nach einer kurzen Dusche zum Aufwachen ging es zum Frühstück und anschließend in Richtung Start an die Salzach. Von Auflockerung oder nachlassendem Regen keine Spur. Langsames Einlaufen und etwas Dehnung, dann ging es schon an den Start. Den ersten Kilometer lief ich in zurückhaltenden 3:57 min. Sehr gut, so kann es weitergehen. Dennoch bremste ich etwas und lief die weiteren Kilometer immer in etwa 4:00 min. Die 10 km passierte ich bei 39:40 min. Alles läuft super! Nur hat es immer noch geregnet und es war mit 5 °C nicht gerade warm. Vom optimalen Laufwetter mal ganz abgesehen. Nach der ersten Runde zeigte die Uhr 1:23:48 h. Eine klasse Zeit unter diesen Bedingungen. Weder Schmerzen noch Stechen im Bauch, die „Maschine“ lief. Bei etwa 23 Kilometer hatte ich das Gefühl, dass mir die Kraft ausgeht – eigentlich ziehmlich früh. Dennoch schob ich mir den halben Powerbar Riegel rein – ein ganz schöner Kraftakt, beim nächsten Mal gibts wieder Gel. Doch es wurde nicht besser. Das Tempo war bei km 25 auf knapp fünf min/km gesunken. Der Puls war noch relativ niedrig, von Erschöpfung keine Spur. Jedoch machte das Wetter nun entgültig den Strich durch die Rechnung. Die Beine wurden fester und fester. Ich konnte keinen vernünftigen Schritt laufen. Also lief ich noch so schnell wie möglich Richtung Ziel. Die Zielzeit war nun natürlich nicht mehr erreichbar. Auch die magische 3 h-Grenze konnte ich wohl nach meiner Hochrechnung nicht mehr schaffen. Jedoch war mir diese nicht wichtig, da meine Bestzeit bereits 2:54 h ist. Nach 3:07:29 h lief ich dann vollkommen unterkühlt ins Ziel. Bis knapp 1 h nach Zieleinlauf hatte ich noch blaue Lippen und zitterte ab und an!

Insgesamt endete der Lauf für mich zwar nicht wie gewünscht. Aber Die Substanz ist auf jeden Fall vorhanden, nur zeigen konnte ich es heute leider nicht. Ein paar Eindrücke vom Lauf gibt’s im Fotoalbum.

Leipzig Marathon

Leipzig Marathon

Leipzig MarathonBei sonnigem Wetter fiel 10 Uhr der Startschuss zum Leipzig Marathon. Es sollte mein dritter Marathon werden. Leider sollte es nicht so sein. Gesundheitsbedingt musste ich bei km 19 aussteigen. Bis km 17 lag ich in 1:05:30 h voll im Zeitplan – die 10 km passierte ich bei 38:57 min. Natürlich bin ich über den Verlauf etwas enttäuscht. Denn eine Platzierung unter den ersten 5 wäre durchaus denkbar gewesen. Aber ich nehme den Lauf nun als tolle 17 km Trainigseinheit mit und trainiere einfach noch ein paar Tage weiter und laufe in etwa 3 Wochen meinen richtigen dritten Marathon!

Europacup 2007

European Athletics Cup 2007

Europacup 2007Den Europa Cup der Leichtathleten verfolgte ich aus einer ganz anderen Perspektive, als vielleicht gewöhnlich vorm Fernseher bzw. von den Zuschauerrängen. Als Volunteer! Die Aufgabe ist im großen und ganzen recht klar definiert gewesen. Im ganzen Stadion mußte auf verdeckte Werbebanden durch Personen, Fahnen etc. geachtet werden. Außerdem sollte natürlich alles in einem geordneten Rahmen ablaufen. Den besten Blick, auch über die Wettkampfgeschehennisse, hatte man natürlich von der Medien-Tribüne. Direkt neben uns Spotter berichteten die italienischen Kollegen von RAI. Außerdem waren auch ARD/ZDF und Eurosport in Sichtweite. Der erste Wettkampftag verlief für das deutsche Team sehr gut. Denn unserere Sperrwerferin, Christina Obergföll, haute ihr Wurfgeschoss im zweiten Versuch auf grandiose 70,20m, was einen neuen Europarekord bedeutete!