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StrongmanRun auf dem Nürburgring

Direkt eine Woche nach dem Marathon in Düsseldorf stand auch schon das nächste Event an. Der StrongmanRun – der als stärkster Hindernislauf aller Zeiten beworbene Lauf auf dem Nürburgring in der grünen Hölle. Ganz im Zeichen des Spass und des olympischen Gedanken „dabei sein ist alles“ fuhr ich in die Eifel. Schon seit einiger Zeit hatte ich mich für dieses Event angemeldet. Am Ende eben unglücklicherweise eine Woche nach dem Marathon. Aber egal, dabei sein ist alles. Nur der Wettergott hatte es mit den 12.000 Teilnehmern nicht ganz so gut gemeint. Am Morgen des 5. Mai zogen heftige Schauer durch die Eifel. Der Start sollte 12 Uhr erfolgen. Nicht aufgrund des strömenden Regens wurde der Start um 30 Minuten nach hinten verschoben, sondern wegen des starken Nebels. Einige Hindernisse waren wohl zu diesem Zeitpunkt nicht ausreichend einsehbar – Sicherheit geht eben vor! Sicher kann sich jeder vorstellen, wie laut es ist, wenn 12.000 Leute im Regen an der Startlinie stehen und einfach nur Buuuuuh rufen. Schnell waren aber alle wieder happy. Dennoch war mir kalt, ich zitterte am ganzen Körper – unvorstellbar diese Situation unmittelbar vor einem Start.

Der Start erfolgte direkt auf der Rennstrecke an der Startlinie. Die ersten zwei bis drei Kilometer wurde auf dem Asphalt der Strecke gelaufen, ehe es dann über Stock und Stein sowie den ersten Hindernissen ging. Das Feld zog sich auseinander, dennoch liefen tausende Leute wie wild durch Kiesbett und Matsch, sprangen durch Wassergräben, kletterten über drei meterhohe Strohballen und schwammen durch einen eiskalten Wasserpool! Einfach unglaublich! Der Regen störte nicht weiter, ich nahm diesen schon gar nicht mehr wahr, da es vollkommen egal war, ob man von oben nass wurde oder vom Überwinden einiger Hindernisse. Nach der ersten Runde lief man auch schon auf die letzten Starter des riesigen Feldes auf. Da mir eine Runde gereicht hätte und ich ehh keine Kraft mehr hatte, hieß es nun Spass haben und genießen.

Nach 2:03:59 h lief ich als 88. von 12.000 Startern ins Ziel ein und war mal so richtig unterkühlt. Die Streckenlänge betrug etwa 20 Kilometer.

Weitere Foto’s zum stärksten Lauf aller Zeiten gibt’s hier.